Marco Piec (Tangermünder LV, hier bei der Siegerehrung) hat nach 2017 das zweite Mal den Tangermünder Elbdeichmarathon gewonnen. Da klatschen auch Thomas Staudt (links), Vorsitzender des gastgebenden Vereins, und Maskottchen Elmar Beifall. Rechts Carsten Birkholz vom Vorstand des Tangermünder Elbdeichmarathons e. V.Foto: Frank Kowar

Laufsport Interview mit Marco Piec / Sieger des 12. Tangermünder Elbdeichmarathons

Marco Piec vom Tangermünder LV hat am Sonntag den Marathonlauf in Tangermünde gewonnen. Es war nach 2017 der zweite Erfolg über den langen Kanten beim Tangermünder Elbdeichmarathon. Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar sprach mit Piec nach dem Lauf.
Volksstimme: Herr Piec, wie fühlt man sich nach so einem Marathonlauf?
Marco Piec: Noch fühle ich mich gut, die Schmerzen werden vielleicht noch kommen.
Es ist nach 2017 ihr zweiter Marathonsieg. Was war 2018?
Da habe ich ausgesetzt. Da hatte ich Probleme mit leichten Verletzungen.

Viele Läufer bauen im Frühjahr ihre Form erst auf. Sie nicht, Sie sind relativ zeitig im Jahr schon einen Marathon gelaufen. Wieso?
Ich trainiere ja gern über den Winter. Da habe ich die Zeit dazu. Da ist mir das Wetter auch egal. Da gehe ich bei jedem Wetter raus. Im Sommer hat man mehr zu tun, wenn man ein Grundstück, ein Haus hat.
Sie fahren aber zum Training nicht wie viele andere Läufer in den Süden, oder?

Nein, ich trainiere hier in Tangermünde. Vielleicht kam mir das auch beim Sieg zu Gute.

Wie sehr hatten Sie mit der Kälte, dem Regen und dem Wind zu kämpfen?
Ich bin das Wetter hier in Tangermünde ja gewöhnt, die Kälte, den Wind. Wer das nicht gewöhnt ist und nur im Sommer trainiert, für den ist so ein Wetter dann natürlich schwierig.
Wann waren Sie durch den Regen das erste Mal durchnässt gewesen?
So richtig durchnässt eigentlich nicht. Ich hatte mehr Bedenken, dass die Schuhe irgendwann durch sind und ich vielleicht Blasen bekomme, aber so schlimm war es nicht. Die Wege waren alle relativ trocken.

Hatten Sie besondere Kleidung an?
Man zieht bei so einem Wetter schon was längeres an, was atmungsaktives.
Sie kennen ja hier die Strecke rund um Tangermünde, war das am Ende auch ein Vorteil?
Ich weiß schon ungefähr, wo der Wind ist. Wenn man natürlich nur in der Stadt trainiert, hat man andere Bedingungen. Aber klar, wenn man die Strecke und das Wetter an der Elbe kennt, ist das sicherlich ein Vorteil, ein Heimvorteil.

Sind Sie mit der gelaufenen Zeit zufrieden?
Die Zeit, die ich gelaufen bin, hatte ich schon erwartet, weil ich im vorigen Jahr nicht ganz so viel trainieren konnte. Es ist natürlich nicht die Zeit von vor zwei Jahren.

Was sind jetzt die nächsten Ziele?
In diesem Jahr habe ich eigentlich keine weiteren großen Laufevents geplant. Ich werde einige der Volksläufe um den Elbe-Ohre-Cup mitmachen. Da kann man ja in unserer Region viele Läufe auswählen. Wenn die Zeit da ist, laufe ich vielleicht noch einmal im Herbst irgendwo einen Stadtmarathon.

Frank Kowar, Volksstimme, 18. April 2019