Erstellt von Anke Hoffmeister

„Tänzchentee“ begeisterte am Freitagabend mehr als vier Stunden lang 1100 Besucher im Zelt am Hafen

T

angermünde l „Tänzchentee“ – die fünf Musiker der gleichnamigen Bernburger Band – haben rein gar nichts mit Tänzchen oder auch Tee zu tun. Wenn diese Formation auf der Bühne steht, dann ist die „beste Party aller Zeiten angesagt“, meinen die einen, „dann herrscht super Stimmung und gute Laune für jeden“, finden die anderen. Ganz gleich, ob die 1100 Besucher der Elbdeichmarathon-Auftaktveranstaltung am Freitagabend erst 18 Jahre waren oder auch schon 80. Sie alle hatten offensichtlich ihren Spaß, denn diese Altersspanne gab es tatsächlich bei diesem Publikum, und sie alle waren auf der großen Tanzfläche des Partyzeltes in Aktion.

Der Grund: „Tänzchentee“ scheint in fast allen Musikrichtungen der vergangenen Jahrzehnte zu Hause zu sein. Ohne Notenblätter, ohne Texte vor den Augen präsentierten die fünf Rock, Pop, Schlager, Heavy Metal und auch zahlreiche deutsche Titel. Sie haben ein Gefühl für das, was das Publikum haben will, liefern einen Titel nach dem anderen, haben dabei fast immer textliche Unterstützung aus dem Saal, aus dem am Freitag wieder ungebremst mitgetanzt, mitgeklatscht und mitgesungen wurde, dessen Publikum trotz sommerlicher Temperaturen in dem mit Frischluftzufuhr etwas abgekühlten Zelt scheinbar keine Pause brauchte.

„Tänzchentee“ hat mit seinem Sänger nicht nur eine begnadete Stimme in seinem Quintett, der selbst im „Dirty Dancing“-Film-Titel die Gesangsstimmen von ihr und ihm übernehmen kann. Er ist zudem ein grandioser Unterhalter, ein Komiker, ein Stehaufmännchen, ein „Duracell-Mann“, dessen Energie unerschöpflich zu sein scheint.

Ganz gewiss hätte er nach der Zugabe zur Zugabe auch noch weiter gesungen, wenn es da nicht die Auflage gegeben hätte, nur bis Mitternacht spielen zu dürfen. Daran hielt sich „Tänzchentee“ und die Männer verabschiedeten sich von dem „wunderbaren Tangermünder Publikum“. Das ließ die Musiker ziehen, auch wenn selbst hier einige gern noch bis in den Morgen getanzt hätten.