Erstellt von Anke Hoffmeister

Der Draht zu Petrus muss ein ganz heißer sein. Einige können es schon gar nicht mehr fassen, dass der Tangermünder Elbdeichmarathon auch gestern wieder den einzigen Sonnentag zwischen vielen Schlechwetter-Tagen für sich „bestellt“ hatte.

Tangermünde l Bei strahlendem Sonnenschein und mehr als 20 Grad Celsius erlebten gut 2000 Läufer jeden Alters nicht nur ihren ganz persönlichen Lauf, sondern wurden Teil eines wunderbaren Volksfestes zwischen Hafen und Stadtmauer.

Anlässlich des 10. Laufes hatte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff die Einladung angenommen und war nach der Läuferandacht um 9 Uhr in St. Stephan zur Eröffnung gekommen, gab den Startschuss für den Marathonlauf und schickte damit unter anderem Staatssekretär Michael Schneider ins Rennen. Auch wurde er noch Zeuge des Starts von Innenminister Holger Stahlknecht über die zehn Kilometer. „Passen Sie gut auf ihn auf, damit er mir nicht ein halbes Jahr ausfällt“, gab Reiner Haseloff den anderen Zehn-Kilometer-Läufern mit auf den Weg in Sorge um seinen Minister.

An der Seite von Bürgermeister Jürgen Pyrdok und Landrat Carsten Wulfänger hatte der Ministerpräsident die große Laufveranstaltung erstmals persönlich kennengelernt und freute sich, wieder einmal in der Stadt zu sein. „Drehen Sie sich noch einmal um, bevor Sie laufen“, forderte er die Sportler auf. „Tangermünde ist eine Elbperle“, schwärmte er mit Blick auf die „Butterseite“ der Stadt, wie Bürgermeister a.D. Rudolf Opitz die Hafenansicht gern genannt hatte.

Während nach 10 Uhr alle Läufer über 10, 21 und 42 Kilometer unterwegs waren, genossen deren Begleiter, aber auch viele Tangermünder und Altmärker die Stimmung am Hafen. Überall waren Stände aufgebaut, in dem großen Zelt aber auch auf dem großen Hafenplatz. Clown Tommy begeisterte die kleinsten Gäste, die auch gern für einige Minuten auf dem Bungee-Trampolin anstanden, sich schminken ließen oder einen Heliumballon gen Himmel schickten.

Gerhard Sievert und Thomas Schulze begleiteten die Läufer und Gäste wieder als Moderatoren dieser Veranstaltung durch den Sonntag – ein sehr gut eingespieltes Team, das es wunderbar versteht, zu informieren, zu begeistern und zu locken.

An verschiedenen Standorten gab es für Sportler und Besucher in diesem Jahr Versorgungsstände und zudem eine große Auswahl. Allein die Abiturienten des Diesterweg-Gymnasiums boten unter dem Festzeltdach an einem wunderschönen, selbst gebauten Tresen all ihren selbst oder von den Müttern gebackenen Kuchen an und lockten damit am Mittag jede Menge Läufer.

Wie schon in all den Jahren zuvor hatte der Elbdeichmarathonverein an gefühlt jeder Ecke des Veranstaltungs-areals, aber auch entlang der Strecke und in den Ortsteilen Helfer, Organisatoren und Ansprechpartner stehen. Sie alle sorgten für einen reibungslosen Verlauf, halfen bei Problemen und wussten Antworten auf die eine oder andere Frage. Gut 200 Helfer und 130 Vereinsmitglieder sind es, die dieser Großveranstaltung zum Erfolg verholfen haben.