Erstellt von Anke Hoffmeister

Läuferandacht am Sonntagmorgen in die Stephanskirche

Tangermünde (aho) l „Gesegnet laufen“ wollten gestern 110 Teilnehmer des Tangermünder Elbdeichmarathons. Deshalb nahmen sie das Angebot wahr und waren um 9 Uhr in die St. Stephanskirche gekommen. „Laufen ist für uns Christen etwas ganz Selbstverständliches, etwas Alltägliches“, sagte St. Stephans Pfarrer Jürgen Weinert.

„Jesus hat sich auf den Weg gemacht. Paulus ist 30 000 Kilometer gelaufen. Abraham lief 2000 Kilometer durch den Orient.“ So viele Kilometer müssten die Teilnehmer des Tangermünder Laufes natürlich nicht auf sich nehmen, sagte Weinert. Pfarrer Ulrich Paulsen hielt die Andacht, erinnerte daran, dass jeder dieser Läufer irgendwann die ersten Laufschritte vollzogen hatte. Er machte allen Mut, sich selbst bei dem Vorhaben nicht zu überfordern, vielleicht aber doch persönliche Höchstleistungen zu wagen.

Selbst engagierter Läufer, wie Wolfgang Ludwicki an dessen Seite, waren beide in Läuferkleidung zum Gottesdienst gekommen. Aus der Erfahrung heraus wusste Paulsen, dass in so wenigen Minuten vor dem Startschuss Aufregung eine große Rolle spielt, das Vertrauen an sich und das eigene Können auf der Strecke wichtig sind.

„Eine ganze Stadt hat sich heute wieder darauf eingestellt“, sagte der Pfarrer, „dass hunderte Läufer dabei sein wollen. Jeder von den Aktiven wird begrüßt, bejubelt und angefeuert, ganz gleich, ob nach Minuten oder Stunden.“

Hoch über der Elbe sowie dem Start- und Zielbereich lauschten die mehr als 100 Besucher der Andacht diesen Worten, sangen und beteten für einen friedlichen und gesunden Verlauf dieser Veranstaltung.