Erstellt von Tanja Andrys

Zum ersten Mal besuchte ein französischer Klassenverband seine Partnerschule in Stendal. Da ging's vor allem sportlich zur Sache.

Es war eine aufregende Woche. Vollgestopft mit Kultur und sportlichen Aktivitäten. So war's geplant, das Aufeinandertreffen der deutschen Fachoberschüler der Stendaler BBS I mit den Jugendlichen der aus der französischen Partnerschule in Tours.

Der Plan ging auf, zur Freude von Rolf Birkholz, der die Begegnungstreffen organisiert. "Sehenswürdigkeiten, klar das muss sein", findet er. "Allerdings ist der Austausch der Schüler untereinander viel wichtiger." Aha, um Kommunikation geht es also. Wie funktioniert das? Sind denn die Deutschen des Französischs mächtig? Da muss Rolf Birkholz doch grinsen.

"Naja, das war schon etwas schwierig. Aber mit Händen und Füßen ging das. Naja, und beim Sport, da ist ja sowieso alles leichter. Es hat prima geklappt."Apropos Sport: Am Sonntag, kurz vor ihrer Abreise, da wollten es die französischen Schüler, allesamt angehende KfZ-Mechaniker, noch einmal richtig wissen: Sie haben sich als kompletter Klassenverband beim Elbdeichmarathon in Tangermünde für den Zehn-Kilometer-Lauf angemeldet und starteten durch. Mit Erfolg.

Die 17-Jährige Anne-Marie Daillet und ihr Mitschüler Samier Derradji (16) konnten sich in ihren Altersklassen den dritten Platz erlaufen. Für alle anderen gab's Medaillen, als schöne Erinnerung an Deutschland, oder besser: an die Altmark. Im nächsten Jahr reisen dann die Stendaler wieder nach Frankreich. Damit dieser Austausch möglich ist, springt das deutsch-französische Jugendwerk wie immer als Förderer ein.