Erstellt von Axel Künkeler (laufreport.de)

Die Altmark, Sachsen-Anhalts schöner Norden, und die alte Hanse- und Kaiserstadt Tangermünde an der Elbe, sind trotz reizvoller Landschaft und über 1000-jähriger Stadtgeschichte für viele Touristen noch immer ein Geheimtipp. Doch der seit vier Jahren ausgetragene Tangermünder Elbdeichmarathon lockt immer mehr Läufer und Läuferinnen an. Mit 1033 Finishern allein in den Haupt-Wettbewerben Marathon, Halbmarathon und über 10km gab es am zweiten April-Sonntag eine neue Rekord-Beteiligung. Nicht nur die zahlreichen Vereine und Lauftreffs aus der Region waren vertreten, sondern 14 der 16 deutschen Bundesländer. Etwas zugespitzt könnte man formulieren: (fast) ganz Deutschland war beim 4. Tangermünder Elbdeichmarathon dabei. Von München bis Hamburg reichten die Adressen und viele waren aus dem Ruhrgebiet in die Altmark angereist. Die größte Gruppe dabei aus Oberhausen, von wo der VfL Bergheide bereits am Freitag per Bus zum Marathonausflug kam.

So lachte der nur 13 Mitglieder zählende Veranstalter um Ralf Korte, Thomas Staudt und Carsten Birkholz mit der Sonne um die Wette. Mit frühlingshaftem Wetter und strahlend blauem Himmel hatte sich auch Petrus als ein Fan des Elbdeichmarathons geoutet. Beste Bedingungen fanden die Teilnehmer zudem durch die Verlagerung des Start-Ziel-Bereiches vom Stadtzentrum in den nahegelegenen Hafen vor. In dem Gelände an der Elbe war für die gesamte Infrastruktur, Teilnehmer und Zuschauer deutlich mehr Platz als in den Vorjahren auf dem engen Marktplatz der schmucken Kleinstadt.

Pünktlich um 9.45 Uhr bei durchaus noch frischen Temperaturen erfolgte der erste Startschuss durch den Schirmherrn und Bürgermeister Dr. Opitz, der das Marathon-Feld auf die Strecke schickte. Statt der City-Runde gab es zunächst eine 1km-Schleife im Hafengelände mit Blick auf die imposante Stadtkulisse zu absolvieren. Danach ging es mit musikalischer Unterstützung auf den Elbdeich, der aber nach 4-5km wegen Schäden durch das Winterhochwasser wieder verlassen werden musste. Den Blick auf die Elbe und die Flussauen konnte, wer wollte, aber dennoch genießen. Auf Feldwirtschaftswegen und für den Autoverkehr gesperrten Landstraßen führte die Laufstrecke weiter durch die Altmark-Dörfer Bölsdorf und Buch.

Hier waren nicht nur einige der zahlreichen Verpflegungsstellen aufgebaut, sondern die vielen Zuschauer machten die Orte zu richtigen Stimmungsnestern. Und aus den Storchennestern, die es hier in jedem Dorf gibt, flog das ein oder andere Storchenpaar über die Läuferschar hinweg. Für die führte die Strecke wieder zurück über den Elbdeich zum Ausgangspunkt in Tangermünde, bevor die 107 Finisher der Marathon-Distanz auf ihre zweite Runde gingen.

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